Mit UX Design die Produktivität steigern – in nur 4 Schritten

Mit UX Design die Produktivität im Team steigern

Produktivität bedeutet für uns, mehr Zeit in ToDos zu investieren, die Nutzen bringen und die zu Ergebnissen führen. Mit Aktivitäten aus dem UX Design geht das! Ihr Team, egal ob es ein neues Produkt entwickelt, einen analogen Prozessschritt digitalisiert oder ein bereits vorhanden User Interface optimieren will, wird mit diesen 4 Schritten mehr Zeit haben, Nutzen zu schaffen. 

Hier die Punkte im Überblick:

  1. Nutzerforschung betreiben, um das richtige Problem zu finden

  2. Eine Plattform für innovative Lösungen bieten

  3. Die Kommunikation zwischen UX Designern und Entwicklern fördern

  4. Regelmäßig mit Nutzern testen und das Produkt mit der Realität abgleichen

1. Nutzerbedürfnisse analysieren im UX Design

Stellen Sie sich an dieser Stelle folgende Fragen: Wissen wir im Unternehmen, was unsere Zielgruppe will? Haben wir im Unternehmen Prozesse, um das Problem der Nutzer zu identifizieren? Haben wir bereits Daten über das Nutzerverhalten erhoben, Nutzerinterviews geführt und Beobachtungen im Team diskutiert? Denn bevor Sie ein Problem anpacken, sollte Sie sich darüber klar werden, ob es das richtige Problem ist, mit dem sich Ihr Team beschäftigen wird. Jede Software muss ein Problem lösen und einen Nutzen erfüllen, sonst verfehlt sie ihren Zweck. 

Wie dringt man zum Grund des Problems vor? UX Design Prozesse sind stark nutzerzentriert und legen viel Wert auf die User Experience und Usability einer Anwendung. Viele Unternehmen haben die Vorteile von UX Design Prozessen noch nicht realisiert. Man befragt und beschäftigt sich mit Menschen, die das Problem haben! Nutzerforschung ist der Schlüssel, um den Problemraum zu definieren. Was hat Nutzerforschung mit Produktivität im Team zu tun? Ganz einfach! Wenn Ihr Team weiß, welches Problem gelöst werden soll, arbeitet es nicht blind auf ein falsches Ziel hin, das keinen Nutzen hat.

In manchen Fällen müssen Nutzer bei der täglichen Arbeit begleitet werden, damit man ihre Probleme und Bedürfnisse erkennt. Manchmal muss man Usability Tests durchführen mit verschiedenen Aufgaben, die mit dem Produkt gelöst werden sollen. Die Erkenntnisse aus der Nutzerforschung müssen im ganzen Team bekannt sein und diskutiert werden, daraus leitet sich der Problemraum ab. 

2. Innovative Lösungen finden im UX Design

Nun geht es im UX Design Prozess darum, Lösungen für das Problem zu sammeln. Wichtig: sammeln, also in die Breite gehen! Das heißt: zunächst ist alles erlaubt. Lösungsmöglichkeiten bewerten und filtern folgt später. Das ist eine Grundidee des UX Designs: Raum für Innovation und Ideenvielfalt zu schaffen!

Wenn zunächst alles möglich ist, kommen viel mehr (brauchbare) Ideen – Sie werden sehen! Es werden innovative Lösungen in Betracht gezogen, als nur das alt Bewährte. So hat ihr Team erstens mehr Spaß an der Arbeit und zweitens haben Sie eine inklusives Klima, bei dem viele Stimmen gehört werden. Ein Bewertungssystem erleichtert es, die vielversprechendsten Idee herauszufiltern. Diese muss ihr Team dann prototypisch testen. Wir empfehlen die Prototypen möglichst früh mit Nutzern zu testen und die Ideen gegen das Licht der Realität zu halten. Funktionieren die Lösungen nur auf dem Papier? Sehen sie schön aus aber lösen nicht das Problem aus Punkt 1? Dann weiter prototypen!

3. UX Design ins Software Engineering integrieren

Wenn Sie jetzt denken: „UX Design abgeschlossen, nun geht es ins Software Engineering“ – nicht ganz! UX Design hört nicht auf, wenn es in den Code geht. Auch die Software Engineering Phase wird durch UX Design Prozesse produktiver. Wichtig: man sollte nichts überstürzen und zu schnell Designs zu Code bringen. 

Stellen Sie sich die Frage: habe ich die Designs mit Nutzerfeedback ausreichend validiert? Beantworten Sie das mit einem klaren „Ja“, so kann die Implementierung starten, ansonsten drehen Sie noch eine Runden mit Ihren Prototypen.

Wenn Sie mit der Implementierung starten: wissen Ihre Entwickler was zu tun ist? Stellen Sie eine gute Kommunikation zwischen Designern und Entwicklern her und verwenden Sie agile Muster, die Ihrem Team helfen, Aufgaben zu strukturieren: was ist einfach zu entwickeln und nützlich? Was ist schwer zu entwickeln und weniger nützlich? Priorisieren Sie das Nützliche und Einfache vor dem weniger Nützlichen und Komplizierten, statt drauf los zu entwickeln. So hat jeder mehr Zeit, weiß jederzeit was das nächste ToDo ist und fokussiert sich auf Aufgaben, die Nutzen schaffen.

Die besten Teams testen früh und oft.

Jira

Definieren Sie schon vor der Implementierung wie häufig und wann die Software getestet werden sollen. Keinesfalls alles entwickeln und am Ende Nutzer ins Spiel bringen! Das testen nimmt zwar seine Zeit, diese ist aber deutlich geringer also Zeit für teure Nachbesserungen am Ende. Nehmen Sie sich agiler Prozesse wie SCRUM an. So kommt eine Regelmäßigkeit und Routine ins Testen. Das Ziel ist, möglichst wenig Zeit mit Features zu verschwenden, die nicht funktionieren und gleihczeitig Schwierigkeiten so früh wie möglich zu erkennen.

4. Post-Release Analysen und UX Design Kreislauf

Das Produkt wurde erfolgreich auf den Markt gebracht? Ja! Aber dennoch läuft das Projekt weiter. Stellen Sie sich vor, das Apple iPhone wäre bei iOS 1 stehen geblieben. Ihr Produkt muss sich stetig anpassen. Nutzerbedürfnisse ändern sich, neue Informationen kommen ins Spiel, der Markt verändert sich usw. Wichtig ist es, Daten zu sammeln, wie das Produkt in der echten Welt genutzt wird und Änderungen im Nutzerverhalten und in den Bedürfnissen zu beobachten. Nicht umsonst läuft das Apple iPhone heute auf iOS 14. Um Ihr Produkt an Nutzerbedürfnisse anzupassen, definieren Sie Daten und Key Performance  Indicators (KPIs) für die Performance Ihrer Software. Veranschaulichen Sie diese Daten und lernen Sie diese richtig zu interpretieren! So wird ihr Team an den richtigen Stellschrauben drehen und sich auf Punkte fokussieren, die das Produkt voranbringen. Die gewonnenen Erkenntnisse führen uns in einen UX Kreislauf: Neue Erkenntnisse über die User Experience und Usability eröffnen neue Problemräume und Sie können gleich mit Punkt 1 unserer Schritte beginnen. Ihr Team wird an konkreten Nutzer-Problemen arbeiten – mit Struktur, einem Plan und der konkreten Vision, die Nutzer zufriedener zu machen. 

Veröffentlicht von Lisa am 09.10.2020

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