Software für Menschen: UX Design vs. Ästhetik. Oder brauche ich beides?

Die neueste Folge unseres Podcast beschäftigt sich mit dem Unterschied eines ästhetischen vs. eines strategischen Designs.

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Was ist UX Design (unsere Erklärung)

Früher waren DesignerInnen Web DesignerInnen, GrafikdesignerInnen oder UI DesignerInnen. Der Design Beruf hat sich mehr in die UX Design Richtung entwickelt. UX DesignerInnen lernen heute etwas ganz anderes als UI Designer damals. Bei UI Design geht es um Ästhetik, Struktur, Layout und um Verständlichkeit der Software. Aber selten geht es bei UI Design um Nutzerforschung! Und genau diese Punkt ist das Entscheidende bei UX Design! Rausgehen, Daten sammeln, Erkenntnisse gewinnen – das sind die essentielle Voraussetzungen für gute Produkte.  Und das tun UI DesignerInnen oder auch Interaktionsdesigner eher selten. Trotzdem wollen wir damit nicht sagen, dass UI unwichtig oder vernachlässigter ist, wenn es darum geht ein gutes digitales Produkt zu entwickeln. UX DesignerInnen können aber grundsätzlich beides. Aber: es macht Sinn sich zu spezialisieren und ein Fachgebiet zu entwickeln, dass man auf dem man Experte ist. In großen Teams trifft man häufig UX ResearcherInnen, GrafikdesignerInnen und Personen, die beides können und unterstützen wo es eben nötig ist.

Wie erkenne ich gute UX DesignerInnen, die beides können?

Ein gute UX DesignerIn denkt rational und überblickt den Produktentwicklungsprozess. Sie stellen sich Fragen wie:  Wie kann ich die Nutzerperspektive ins Spiel bringen? Wie löse ich das Problem für den Nutzer? Sie kennen die Tools und Methoden, um das herauszufinden ohne viel Zeit und Geld zu investieren. Gerne starten sie komplett ohne Entwicklung nut mit Papier und Stift bewaffnet. Dabei gilt es nicht alles schön darzustellen und eine 1* für Ästhetik zu kassieren. Viel mehr geht es darum, Verständnis und Usability des Interfaces zu überprüfen. UX Designer haben Mut zur Hässlichkeit! Gute UX DesignerInnen haben zwei Grundfähigkeiten:

1. Eine ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeit. Sie bewegen sich im Spannungsfeld zwischen der Business Perspektive (Management), der Produktperspektive (Product Owner, ProjektleiterInnen…), der Entwicklungsperspektive (IngenieurInnen, EntwicklerInnen, ITlerInn) und der Nutzerperspektive. Und somit ist die UX DesignerInn auch ein Vermittler zwischen diesn einzelnen Rollen. Sie muss überzeugen können und emphatisch sein.

2. Eine UX DesignerInn arbeitet nie an der Realität vorbei. Die Realität sind in diesem Fall die Nutzer und wie sie das Produkt nutzen und damit interagieren. Die Grundeinstellung ist, immer erst Nutzer zu beobachten, als die eigenen und nicht validierten Vorstellungen durchzubringen. Eine gewisse Neugier an den Tag zu legen ist wirklich unglaublich wichtig.

Strategisches vs. ästhetisches Design

Das strategische Design ist also der Entwicklungsprozess mit all seinen Tools und Methoden und sollte möglichst am Anfang des Projekts stattfinden. Das ästhetische i-Tüpfelchen sollte zum Schluss kommen, wenn ein Produkt steht das in seiner Funktion nützlich und gut bedienbar ist. dann kann man auch das, was man herausgefunden hat, natürlich auch schön machen und optisch ansprechend designen.

Und wir wollen nicht sagen, das eine ist wichtiger als das andere oder eins davon kann vernachlässigt werden, es kommt darauf an, wo man sich im Prozess befindet, was das Ergebnis des Projekts sein soll und in welchem Kontext das Produkt benutzt wird. Ein Maschinen-Display wird am Ende mit Sicherheit anders aussehen als ein Online Shop. UX DesignerInnen wollen mit ihren Designs Wissen schaffen und Probleme lösen, GrafikdesignerInnen begeistern und beeindrucken. Und beides hat seine Daseinsberechtigung!

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Veröffentlicht von Lisa am 18.12.2020

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